Ist dir der Gedanke „Nicht schon wieder“ vertraut?
Was sind das für Situationen, in denen dir der Gedanke kommt?
Keine erwünschten, nehme ich an, und deswegen befassen wir uns mal mit der Frage: Wie kann dieser Satz, ob gesprochen oder gedacht, zu einem nützlichen Hinweis werden?
Muster erkennen
Was hat zu der Situation beigetragen, die zu einem „Nicht schon wieder“ Gedankengeführt hat?
Welche Personen sind beteiligt?
Schau mal genau hin und beschreibe das Muster dieser Situation.
Das mag schwer fallen und mit etwas Übung wird es leichter.
Falls du jetzt denkst, das geht gar nicht, probiere es zuerst mit einem anderen Beispiel. Vielleicht fällt es dir da leichter und du kehrst dann noch einmal zum scheinbar „unmöglichen“ zurück.
Was wäre noch möglich?
Wenn du auf die Details des Musters schaust, was hätte anders verlaufen können?
Und was noch?
Es können ganz kleine Details sein. Jemand sagt oder tut etwas anderes. Natürlich können wir das Verhalten anderer Menschen nicht kontrollieren. Meist ist es das erste, was uns einfällt, auf die Frage, wie hätte die Situation anders verlaufen können. Wenn die andere Person dies oder jenes nicht getan oder gesagt hätte … Lass es zu, es ist ein Anfang.
Und was hätte möglicherweise dazu führen können, dass die andere Person sich tatsächlich anders verhalten hätte?
Auch wenn du niemandem zu anderem Verhalten zwingen kannst, geht es um Interaktionen und im menschlichen Mobilee führt eine Kleinigkeit zu größeren Schwingungen im System …
Fühl dich ermutigt ein Interaktionsmuster durch kleine Veränderungen zu durchbrechen. Einfach mal schweigen kann beispielsweise irritieren und wirkungsvoll sein.
Rauszoomen
Im ersten Versuch warst du wahrscheinlich ganz nah dran an der Situation. Jetzt zoom mal heraus, wie in einem Film.
Was war da noch?
Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es noch?
Faktor Zeit
Spul den Film jetzt mal weiter zurück. Was ist davor passiert?
Gibt es etwas, was das Muster typischerweise einleitet?
Welche Möglichkeiten ergeben sich hier für Veränderungen?
Fokus auf dich
Das Verhalten anderer können wir nicht verändern. Wir können ein Gespräch suchen, dann bist aber auch wieder du, die Person, die handelt. Und wir können unser eigenes Verhalten anpassen, was wiederum andere Raktionen hervorruft.
Schau mal, welche Möglichkeiten in deinem Handlungsrahmen liegen, das Muster zu unterbrechen.
Du kennst vielleicht den Effekt, dass du hinterher weisst, was du gerne gesagt hättest. Super, nutze das.
Was könntest du stattdessen tun oder sagen?
Es geht nicht nur darum, das Muster zu durchbrechen, sondern sich ein neues aufzubauen. Wie darf dieses aussehen?
Wie möchtest du dich nächstes Mal verhalten?
Damit du nicht wieder denkst „Nicht schon wieder“.
Inspiration zu diesem Beitrag und weitere Gedanken zu „Nicht schon wieder“
Anna gab uns in der Blognacht den Impuls „Nicht schon wieder“, da gingen meine Gedanken schnell in Richtung Musterunterbrechung. Leider hatte ich erstmal mit meiner Müdigkeit zu kämpfen und es entstand ein anderer Beitrag.
Das Schöne ist, es gibt nun zahlreiche weitere Blogartikel zum Impuls, die dir vielleicht zusätzliche Inspiration geben:
- Melanies Beitrag ergänzt diesen wunderbar um die Einladung gnädig mit dem inneren Kritiker zu sein
- Angelika widmet sich dem nicht schon wieder trauern, dem traurigen Gefühl nach einer Trennung und verrät, was ihr in diesen Momenten hilft
- Zur Erheiterung lies die Nicht-schon-Wieder-Geschichte von Annette, die uns daran erinnert, dass aus einer nervigen Situation irgendwann eine humorvolle Anekdote werden kann
- Und es könnte auch alles anders sein – Anna schreibt über „schon wieder“ Momente, liebe Gewohnheiten, dasselbe Getränk in der Lieblingsbar bestellen, die Lieblingsspiele spielen oder sich das Lieblingsessen wünschen – nicht jedes Muster ist ein nerviges „nicht schon wieder“
- Und wenn du noch eine Portion kreative Inspiration magst, schau mal bei Lydia vorbei, die kreative Assoziationen zum Murmeltier-Tag aufbereitet
- Nicht schon wieder diese typischen überlaufenen Reiseziele, denkt sich Kathi und hat ein paar Anregungen, wohin es stattdessen gehen könnte.
