Um den Jahreswechsel herum, nehmen viele Menschen sich Zeit zu reflektieren.

Was ist gut gelaufen? Was weniger?

Welche Ziele oder Vorsätze habe ich fürs neue Jahr?

Und das kann alles sehr wertvoll sein. Vor allem dann, wenn es nachhaltige Effekte nach sich zieht.

Ein Rat, den ich mal wieder verstärkt wahrnehme, lautet, dass die Ziele smart formuliert sein müssen, damit es auch mit der Umsetzung klappt.

Ich möchte dich einladen, mal in eine andere Richtung zu schauen: Was hat dich bisher davon abgehalten, dein Ziel zu erreichen, an dem, was du dir vornimmst oder dir wünschst?

Collage an verschiedenen Hindernissen

Formuliere oder visualisiere einen Wunsch oder ein Ziel

Meist fällt uns das gar nicht so schwer, zu sagen, was wir wollen.

Dabei kann Klarheit durchaus ein wertvoller Faktor sein.

Dazu kannst du eine smarte (spezifisch, messbar, attraktiv, realisierbar & terminiert) oder auch nice Formulierung nach Ali Abdaal verwenden (hier mehr über nice Ziele). Vielleicht ist für dich aber auch eine Visualisierung hilfreich in Form eines Mood- oder Visionboards. Alternativ kannst du es auch vor deinem inneren Auge visualisieren. Mir würde es eher gelingen, mich in den gewünschten Zielzustand einzufühlen, als Bilder zu genierieren.

Es ist individuell unterschiedlich, welche Form von Klarheit für dich nützlich ist, um dir eines Zielzustandes bewusst zu werden.

Zwischen dem Jetzt und dem Ziel liegt ein Weg

Warum es eben oft nicht reicht, ein smartes Ziel zu definieren, ist genau dieser Weg dazwischen.

Wenn ich mir eine Insel als Reiseziel aussuche, brauche ich ein Schiff oder Flugzeug, dass mich dort hinbringt.

Wie sieht dein Weg zu deinem Ziel aus? In welche Richtung musst du los gehen? Brauchst du auch eine Art von Schiff oder Flugzeug, um anzukommen? Kannst du den Weg alleine und zu Fuß gehen?

Je klarer die Route, desto wahrscheinlicher, dass wir ankommen. Allerdings ist es nicht zwingend notwendig eine komplette Wegbeschreibung zu haben. Es kann sogar hinderlich sein, wenn es die Idee von genau einer exakten Route gibt. Es sei denn, es handelt sich um kurze Strecken. Den Besuch bei der Nachbarin würdest du ja auch nicht in verschiedene Etappen einteilen, oder? Und dann kommt ein anderer Nachbar dazzwischen, mit einer kurzen Bitte und schon nimmst du auf einer kurzen Strecke, einen unerwarteten Umweg oder bleibst ungeplant auf dem Weg stehen, bis das Hindernis (=dein Nachbar) sich wieder afulöst.

Wichtig ist, die Richtung zu kennen, ebenso den ersten Schritt, um los zu gehen. Der weitere Weg darf noch unscharf sein und nützlich wäre, wenn dieser jederzeit angepasst werden kann. In Zwischenetappen inne halten und die nächsten Schritte planen. Jederzeit flexibel bleiben und hindernisse wahrnehmen. Wie detailliert die Planung als nützlöich empfunden wird, hängt stark vom Ziel und der Person ab, die diesen Weg gehen möchte.

Es liegt auch ein Weg hinter dir

Zu Neujahr gibt es typische Vorsätze. Viele drehen sich um Gesundheit, Ernährung und Fitness. Das sind wichtige Themen. Spannend ist, wenn uns dieselben Vorhaben immer wieder kommen.

Du kannst dir ein klares Ziel setzen und die ersten Schritte planen. Langfristig wünschst du dir eben auch, über die erste Etappe hinaus zu kommen.

Und jetzt wird es spannend.

Was hast du in der Vergangenheit schon ausprobiert?

Was hat gut geklappt? Was war nützlich?

Und was hat weniger gut funktioniert?

Die Lösung liegt in dir!

Du hast schon viel ausprobiert. Vielleicht auch zu anderen Themen. Was funktioniert gut für dich?

Ich werde nicht müde auf Ressourcen zu schauen und mit Menschen auf ihre persönliche Schatzsuche zu gehen.

Von all dem nützlichen und hilfreichen – mach mehr davon!

Heute möchte ich mir dir auf die Hindernisse schauen.

Finde deine Hindernisse – Was hält dich auf?

Hindernisse können innen und außen existieren. Sie können riesig oder winzig sein.

Ein persönliches Hindernis ist für mich immer wieder das Wörtchen „müssen“, da gerate ich in einen inneren Widerstand. Zu sagen, ich darf etwas tun, ist dann nicht die simple Lösung. Allerdings empfinde ich es als hilfreich, mir bewusst zu machen, ob ich es von außen muss, oder von mir selbst aus tun möchte.

Sammle erst einmal, ohne Schuldzuweisung. Bleib in einer Beobachtungsperspektive.

Wer stellt sich dir in den Weg?

Oft passiert das gar nicht in der Absicht, dich von deinem Ziel abzubringen. Dies können Menschen sein, die dir viel bedeuten und somit deren Anliegen dringlicher für dich sind, als dein eigenes.

Was steht dir im Weg?

Auf welche Schwierigkeiten oder Grenzen stößt du immer wieder, wenn du dich mit dem Thema befasst?

Was fehlt möglicherweise?

Wissen, Fähigkeiten, Erfahrungen …? All das könnten Hindernisse sein. Oft ähneln diese Hindernisse aber auch einer Fata Morgana. Setz sie erst einmal auf die Liste, es sei denn, du kannst sie direkt entlarven.

Welche Emotionen formen sich möglicherweise zu einem Hindernis?

Diese Hindernisse sind oft nicht so deutlich sichtbar. Sie können tückisch sein und manchmal lösen sie sich auch wieder auf, sobald sie erkannt werden. Andere werden zu einem riesigen Felsblock. Was ist deine Metapher für dein Gefühlshindernis?

Mal angenommen, du stündest dir selbst als Hindernis im Weg?

Hier liegt meine wahre Expertise, ich bin Meisterin darin, mir im Weg zu stehen. Du auch? Wie machst du das? Welche Überzeugungen oder Handlungsmuster erschaffen wunderbare Hindernisse?

Und was ist da noch?

Die tückische Stolperfalle, die wir erst sehen, wenn wir eben darüber stolpern. Der Joker unter den Hindernissen, der schwierig ist aufzudecken. Es fällt dir wahrscheinlich schwer, es zu bennenen. Es genügt die Option anzuerkennen, dass da noch etwas sein könnte, was du gerade noch nicht deutlich warhnehmen kannst. Notiere es dir als Joker oder verwende einen anderen Begriff, der dir passend erscheint.

Was sind deine Hindernisse?

Hinterfrage in einem nächsten Schritt:

Sind es die Personen, die das Hindernis darstellen? Oder steckt etwas oder auch jemand anderes dahinter?

Schau dir die Schwierigkeiten und Grenzen mal genauer an. Zoom näher heran und wieder heraus. Um was genau geht es hier? Und was ist da noch?

Braucht es noch eine spezifische Fähigkeit, um weiter zu kommen? Fehlt dir Wissen, oder geht es auch hier um etwas ganz anderes, das das eigentliche Hindernis darstellt? Prüf, ob es sich um eine Art Fata Morgana handelt. Schau genau hin, was du bereits hast und wie weit du damit möglicherweise kommen könntest.

Wen du dich in das emotionale Hindernis hineinfühlst, was ist da noch?

Und wenn es dir gelingt dich selbst als persönliches Hindernis zu betrachten, zoom auch hier mal näher ran und wieder weiter raus. Worin genau besteht das Hindernis? Was ist da noch?

Wenn du mal ganz frei überlegst, was könnte da noch für ein Joker-Hindernis sein. Wenn jemand anderes auf diesem Weg unterwegs wäre … Von der Seite aus einer anderen Perspektive, in einem anderen Licht, mag es deutlicher zu erkennen sein.

Wie auch bei den Zielen kann Klarheit über die Hindernisse helfen, mit ihnen umzugehen.

Schau dir deine Hindernisse an

Beim Lesen sind dir möglicherweise einige Hindernisse eingefallen. Nimm dir etwas zeit, sie näher zu betrachten und zu hinterfragen. Die Beschäftigung mit dem hindernis kann bereits ausreichen, um es handhabbar zu machen. Möglicherweise liegt in dem Hindernis selbst auch die Lösung.

Es folgt ein weiterer Beitrag zum Thema Hindernisse und du kannst dich natürlich jederzeit bei mir melden, wenn ich dich ein Stück auf deinem Weg begleiten darf.  Lies mehr zur Wegbegleitung zum Dranbleiben.

Falls du jetzt noch etwas mehr brauchst, empfehle ich dir meinen Beitrag über die Weg-Metapher oder den Beitrag zum Thema Motivaton

Ein letzter Impuls für dich:

Und wenn du zurück schaust, aus der Idee heraus, du hättest das Ziel erreicht, welche Hindernisse kannst du aus dieser Perspektive wahrnehmen?

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