Diese kleine Frage: „Wie bleiben wir mental gesund in digitalen Zeiten?“ durfte ich in einem zenminüten Vortrag auf der Social Bar Bonn am 2. Februar beantworten. Es war ein Wunsch von Ute, nachdem ich mir gewünscht habe, das sie Mentale Gesundheit auf die Agenda setzt.
Kann es auf diese Frage überhaupt eine Antwort geben? Keine universelle und deswegen habe ich zu einer kometenhaften Reise eingeladen, auf die ich dich auch in diesem Beitrag mitnehme.
Was heißt mental gesund?
Die WHO sagt:
“Psychische Gesundheit ist ein Zustand des geistigen WOHLBEFINDENS, der es Menschen ermöglicht, mit den BELASTUNGEN des Lebens umzugehen, ihre FÄHIGKEITEN zu verwirklichen, gut zu LERNEN und gut zu ARBEITEN und einen BEITRAG zu ihrer Gemeinschaft zu leisten.“
Diese Definition erinnert mich an eine singende Disney Prinzessin
Kritiker werfen der WHO vor, sie schufen eine Utopie.
Wenn Gesundheit eine Utopie ist, ist Krankheit dann eine Dystopie?
Depression kann sich wie eine anfühlen
Wir bewegen uns im Laufe unseres Lebens zwischen diesen beiden Polen des Kontinuums von Gesundheit und Krankheit zwischen Utopie und Dystopie.
Wir alle haben Lebensphasen, in denen uns schlechter geht, die uns herausfordern.
Wir befinden uns alle auf individuellen Reisen
Manche mögen Kreuzfahrten, andere Aktivurlaub, wider andere entspannt am Strand liegen, etc.
Je nach Reise haben wir unterschiedliches Gepäck dabei, einiges haben wir unbewusst eingepackt und das ein oder andere darf wieder ausgepackt werden.
Auf welcher Reise befindest du dich?
Welche Metapher passt zu dir?
Wie sieht deine persönliche Reiseroute aus
… wenn die einzelnen Etappen für Lebensereignisse stehen?
Stell dir eine Landkarte vor, die voller Markierungen ist …
Erhöhen wir die Komplexität
… und betten die Landkarte ins digitale Zeitalter ein
Je nachdem wie alt du bist, hat sich hier im Laufe deines Lebens vieles verändert.
Als Kind hast du vielleicht noch in einem Auto mit Straßenkarten aus Papier gesessen …
Wie gestaltest du deine Reise?
Aktivitäten & Abenteuer
- Familie & Freunde
- Job
- Freizeit
Und was ist da noch?
Ganz alltägliches, wie Ernährung, Bewegung, Haushalt, etc. …
Wie kommst du gut durch diese Reise?
Sei du selbst!
Du kannst nur deinen eigenen Weg gehen. Meiner wird für dich nicht funktionieren, ebensowenig der von Ute oder auch der Person neben dir.
Wie kommst du gut durch diese Reise?
Was sind deine Bedürfnisse,
deine Stärken & deine persönlichen Herausforderungen?
Wenn du diese kennst, kannst du sie auf deiner Reiseroute berücksichtigen.
Emotion & Kognition
Bei deiner Reiseplanung spielen Emotion & Kognition, Fühlen und Denken, eine große Rolle.
Sowohl als auch.
Lass beides zu und nicht gegeneinander antreten.
Ich packe meinen Koffer …
Lasst uns einen Koffer packen für die indidviduelle Reise zwischen Utopie und Dystopie
Während wir den Koffer packen, richten wir unsere Aufmerksamkeit in verschiedene Richtungen
Denn Mentale Gesundheit ist ein komplexes Zusammenspiel aus
- sozialen Faktoren (Beziehungen, Bildungsstand, Finanzieller Status, Beruf)
- psychologischen Faktoren (Persönlichkeit, Lebensereignisse, Erfahrungen)
- biologischen Faktoren (genetische Veranlagung, körperliche Gesundheit, Hormone)
Mentale und körperliche Gesundheit hängen eng miteinander zusammen, das lässt sich nicht trennen.
Der Koffer ist bereits gepackt
- Erfahrungen
- Werte
- Wissen
- Fähigkeiten
- Überzeugungen
- Vermächtnisse
- uvm
Und du darfst ihn neu packen
Was möchtest du in deinem Koffer behalten?
Was möchtest du vielleicht auspacken? Eventuell bestimmte Verhaltensmuster oder Überzeugungen, die einmal nützlich waren und du nicht mehr brauchst.
Was brauchst du für deine nächste Reiseetappe?
Jede längere Reise braucht auch eine Rast
Mal anhalten und durchatmen.
Wie sieht dein Rastplatz im Alltag aus?
Wie gelangst du zu Erholung?
Wertvoll kann sein, genau das Gegenteil zu tun von dem was du gerade machst.
Nach langen Wanderungen die Füße hoch legen. Nach einem Strandtag aus der Sonne gehen, vielleicht duschen gehen.
Schau dich mal um, du bist nicht alleine unterwegs
Wer begleitet dich und wen hättest du gerne mit dabei?
Manchmal tut es auch gut professionelle Wegbegleiter dabei zu haben, wie mich zum Beispiel.
Um Hilfe bitten und annehmen ein Zeichen von Strärke, nciht von Schwäche. Ebenso sich mit den eigenen Themen zu befassen.
Gute Reise
Es ist nicht immer einfach. Wir alle kommen an unsere persönlichen Grenzen, während wir uns auf dem Kontinuum zwischen Utopie und Dystopie der Gesundheit bewegen.
Vergiss niemals, es darf auch wieder anders werden!
Sei du selbst und gestalte deine Reiseroute und pack deinen persönlichen Koffer für die nächste Etappe.
In diesem Sinne wünsche ich dir eine Gute Reise
Reisebegleitung erwünscht?
Möchtest du als MHFA-Ersthelferin selbst zur Reisebegleiter*in werden?
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