Es gibt doch auch guten Stress, sagen sie.

Eustress kann dazu führen, dass du auf ein gutes Produktivitätsniveau kommst und dich dabei gut fühlst.

Allerdings nicht dauerhaft. Wir alle brauchen Ruhepausen.

Stress wird dann zu einem Problem, wenn er lange anhält. Niemand kann diesen Hustle dauerhaft aufrecht halten.

Was genau dich stresst ist absolut individuell. Ebenso, was dir hilft diesen wieder abzubauen.

Manche Menschen blühen auf, wenn sie sich in einer größeren Menschengruppe befinden. Andere brauchen nach einem Treffen mit mehreren nahestehenden Personen erst einmal Erholung, auch wenn das Treffen schön gewesen ist.

Was stresst dich und was tut dir gut?

2 Bilder, links Bungeesprung, rechts Buch lesen mit Tasse in der Hand
Text: Was dich stresst und was dir gut tut ist individuell

Mach Pausen

Sagt sich so leicht.

Aber wie geht das? Was kannst du tun, damit du dich runter regulierst in einer Pause?

Ein Rat zum Pausenmachen lautet: Tue etwas gegenteiliges zu dem, was du zuvor getan hast. Körperliche Aktivität – Hinsetzen. Je nachdem wie die Tätigkeit aussah, machst du entsprechend das andere.

Wenn du am Bildschirm gearbeitet hast, ist eine Pause am Bildschirm – beispielsweise ein Video gucken oder einen Artikel lesen – nicht die ideale Pause.

Textarbeit am Bildschirm und dann ein Buch lesen ist ebenfalls nicht die ideale Pause, mache ich trotzdem oft 😉

Sei nicht zu streng mit dir. Tue, was dir gut tut und was möglich ist.

Nichts tun ist für mich eine hohe Kunst des Pausemachens.

Beobachte dich selbst

Damit deine Pausen und dein Ausgleich dir gut tun, wäre es wertvoll, wenn dir bewusst ist, was dir gut tut.

Mach doch mal weiter wie bisher und beobachte deine Energie. Wann sinkt sie und was steigert deine Energie wieder?

Stress frühzeitig erkennen

Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die gelernt haben, körperliche Warnsignale zu missachten. Wir trainieren Strategien, um trotz Erschöpfung weiter zu machen. Dies ist teilweise durch vorgegebene Arbeitszeiten bedingt. Pause wird gemacht, wenn Zeit für Pause ist, bis dahin sind wir fleissig, so gut es eben geht.

Das war schon in der Schule so, dass es klare Regeln gab, wann gelernt und wann Pause gemacht wird.

Ich möchte dich einladen, deine eigenen Stressmerkmale wieder bewusster wahrzunehmen. Dann kannst du sie ernst nehmen und entsprechend darauf reagieren.

Deine körperliche und mentale Gesundheit werden es dir danken.

Deine Beobachtungsaufgaben:

  • Woran erkennst du, dass du gestresst bist?
  • Wie reagierst du?
  • Wie verhältst du dich?
  • Wie fühlst du dich?

Mach das mal über einige Tage hinweg. Schreib es dir auf und es wird dir immer mehr auffallen. Es entsteht eine Liste deiner persönlich Warnzeichen für Stressreaktionen.

Übe dich in Selbstregulation

Probiere dich aus. Am besten in Zeiten von weniger Stress.

Es gibt eine Reihe von Strategien und Skills. Das Internet ist voll mit Achtsamkeits-Tipps und Entspannungsübungen. Neulich habe ich mich an der Selfcare-Blogparade von Rani Gindl beteiligt, dort gibt es auch einige Hinweise, wie du dir etwas gutes tun kannst. Ich bin sicher, du hast einige Ideen. Es folgen aber auch noch Beiträge von mir zum Thema Selbstregulation.

Welche sind für dich wirklich nützlich?

Diese kannst du dann anwenden, wenn du merkst, dass dein Stresslevel hochgeht.

Wie soll das gehen im Job?

In kleinen Ministeps.

Eine Pause muss nicht immer ein großer Spaziergang sein. Kurz die Augen schließen durchatmen. Einmal aufstehen und strecken. Zum Fenster gehen und raus schauen, frische Luft atmen. Oder der Klassiker: einmal frischen Tee/Kaffee holen. Es gibt viele Möglichkeiten für eine kurze Unetrbrechung.

Auch wenn du direkt mit Menschen zusammen arbeitest, auch mitten im Vortrag.

Neulich lernte ich von Anne Weller, dass jeder Folienwechsel eine Pause für Referent*in und Zuhörende ist. Die Zuhörenden werden dir für Mikropausen auch dankbar sein. Vielleicht bemerken sie sich nicht einmal bewusst.

Was hilft dir?

Schreib mir gerne in die Kommentare, was dir hilft wieder ruhiger zu werden, wenn du dich gestresst fühlst. Vielleicht ist das ja eine Anregung, die jemand anderes gener mal ausprobieren mag.

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