Wunschlisten, Bucketliste, ToDo Liste …
Wie soll ich das alles schaffen?
Wann soll ich das alles erleben?
Wann genau wurde aus, du kannst/ darfst alles sein, was du möchtest, du musst alles in deinem Leben unter bringen?
Und wie kommen wir damit zurecht?
Die Idee dieser Listen ist Entlastung und gleichzeitig können sie zu einem Stressfaktor werden, jede einzelne davon. Wie kommen wir wieder zurück dahin, dass die Liste nützlich ist?
Veränderung mitdenken
Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Klassiker im Bewerbungsgespräch und ich habe gehört, die Frage wird noch immer gestellt.
Wie sollen also Ziele und Wünsche für unsere Zukunft haben. Vorstellungen und Ideale, auf die wir hinarbeiten.
Und dann kommt alles anders? Und dann?
Dann passen wir uns an, definieren neue Ziele und machen weiter. Und genau so dürfen wir auch mit unseren Listen umgehen. Sie sind eine Momentaufnahme, von dem Moment in dem
Unbegrenzte Möglichkeiten – endlose Listen
Ich liebe Listen, sowohl ToDo-Listen, als auch Wunschlisten.
Beleuchten wir die verschiedenen Listen mal. Ich lade dich ein, dich und deine Liste zu hinterfragen. Ist sie gerade nützlich für dich in deiner aktuellen Lebenssituation?
Wunschliste
Wünschen darfst du dir alles …
Den Satz habe ich meinen Kindern früher immer gesagt. Ob sich diese Wünsche dann erfüllen, entscheiden dann andere.
Wunschlisten gibt es verschiedene. Zuerst denke ich an Wunschlisten zum Geburtstag oder zu anderen Festen. Wir geben Schenkeden eine Auswahl, eine Orientierung.
Stressig werden Wunschzettel, wenn sie eingefordert werden. „Du musst noch deinen Wunschzettel schreiben“. In dem Moment verlieren sie ihren Zauber. Auf diese Liste gehören ja eigentlich Dinge, die wir uns von Herzen wünschen. Schwierig wird es, wenn wir mehr an die Schenkenden Denken, als an uns selbst.
Und was ist mit immateriellen Wünschen?
Auch diese dürfen auf Listen, Zettelchen oder einfach im Herzen getragen werden. Für diese gilt meiner Ansicht nach ebenfalls: Wünschen darfst du dir alles …
Gesundheit, Liebe, Frieden, Erfolg …
Oder kleinere Dinge: ein gutes Gespräch, ein wenig Sonnenschein, ein paar Minuten Ruhe, wahrgenommen werden …
Wir können uns vieles wünschen. Still und leise. Gemeinsam mit der materiellen Wunschliste haben auch diese, dass es wertvoll sein kann, wenn andere diese kennen.
Und dann wäre da noch die Frage: Was kannst du dazu beitragen, dass dein Wunsch in Erfüllung geht?
Materielle Dinge können wir uns selbst kaufen, bei den immateriallen ist es schon spannender. Auch hier gibt es Risiken von Druck, Müssen oder unerfüllten Erwartungen.
Bucketliste & Lebens-Ziele
Eine Bucketlist habe ich nicht. Ideen für mein Leben schon, diese stehen auf keiner realen Liste, bei aller Listen-Liebe.
Ein Haus, ein Baum, ein Kind
Das wäre die traditionelle Bucketliste. Was Mann so im Leben erreichen muss.
Was mir in dem Kontext auch begegnet ist der Satzanfang:
Bis 30 will ich …
Und dann wird der Satz ausgeweitet auf: „Bis ich 40 bin, werde ich …“
Ziele formulieren kann wertvoll sein, ebenso Wünsche und Ideen.
Doch was, wenn alles anders kommt und Lebensziele nicht erfüllt werden?
Was, wenn du nicht alle Punkte abhaken kannst?
Die entsprechende Haltung können wir bereits beim Erstellen der Liste mitdenken. Sie als Momentaufnahme betrachten, eventuell auch als Wunschliste, für die wir aktiv etwas tun möchten. Wir legen die Erfüllung nicht hoffnungsvoll in die Hände anderer oder auch einer kosmischen Macht.
Hilfreich kann sein, wenn wir sind gleichzeitig flexibel sind, sie anzupassen auf sich verändernde Lebensumstände. Wir können die Punkte auf den Listen auch priorisieren und uns bewusst machen, dass wir sie nicht alle erfüllen können.
ToDo-Liste
Ich liebe ToDo-Listen und brauche sie zur Entlastung. Ich kann besser im Kopf loslassen, weil ich mir keine Sorgen machen muss etwas wichtiges zu vergssen und die Liste hilft mir, zu sortieren und priorisieren. Ich gehe da strukturiert-chaotisch vor. (Mein aktuellster Beitrag zum Thema ToDo)
Andererseits kenne auch Menschen, für die ist die Liste an sich bereits ein Stressfaktor.
Spätestens wenn die Liste eher länger als kürzer wird, kann sie zu einer Belastung werden. Möglicherweise hilft dann eine andere Strukturierung oder Sortierung? Was ist dein Ziel am Ende des Tages bzw. von dir definierten Zeitraumes? Möchtest du alles abhaken, oder möglichst viel? Ab wann bist du mit dir selbst zufrieden?
Manchmal fallen Aufgaben wieder runter. Wie geht es dir damit? Freust du dich, dass sie sich von selbst erledigt haben? Oder fühlt es sich eher wie verpasst oder versagt an?
Bei der ToDo-Liste finde ich wichtig, dass wir handlungsfähig bleiben. Die Liste dient der Unterstützung und nicht dazu uns zu kontrollieren. Du bist Chef*in deiner Liste und setzt Dinge drauf Du darfst sie auch wieder löschen und auch eine „Not ToDo-Liste“ anlegen.
Not ToDo-Liste
Real existierend habe ich auch diese nicht. Als Spruch bringe ich sie gerne mal und es fühlt sich dann jedes mal wie ein Zitat aus dem Spiel „Halt mal kurz“ von Marc-Uwe Kling an.
Das steht auf meiner Not ToDo-Liste
Die Idee dahinter ist, sich bewusst zu machen, welche Aufgaben oder Aufträge du nicht annimmst. Dies kann innerlich bestärken und dich davon abhalten in Verhaltensmuster zu verfallen, die dir nicht gut tun.
Wann ist dies kritsich? Vielleicht wenn aus der Haltung ein zu strenger Glaubenssatz wird, der verhindert, dass wir ab und zu doch mal kurz überlegen, ob es einen Weg gibt, der auch für uns gut wäre …
Ressourcen Liste
Diese Liste möchte ich dir zum Abschluss ans Herz legen und auch auf den Haken hinweisen.
Wenn du mich kennst, weisst du, dass in meiner systemsichen Arbeit Ressourcen eine wichtige Rolle spielen. Ich lade immer mal wieder ein, dir diese bewusst zu machen, sie tauchen auch in vielen Blockartikeln auf.
Nach dem ersten Teil des MHFA-Kurses gebe ich es als Hausaufgabe auf, sich eine solche Liste anzulegen.
Gibt es auch hier einen Stressfaktor?
Ja, ich sehe ihn in einem Anwendungsfeher, den wir oft in der Kommunikation über Achtsamkeit beoabchten können. „Es ist zu viel, das kann ich nicht alles machen.“ oder „Ich habe keine Zeit für Selbstreflexion und schöne Dinge.“ Das, was zur Entlastung führen soll, wird zum Stressfaktor.
Die Idee der Ressourcen-Liste ist, Möglichkeiten zu haben. Dort gehören Dinge drauf, die zu dir gehören. Was würde dir gut tun? Wie tankst du Energie auf?
Du sollst nicht alles davon machen! Schau dir bei Bedarf die Liste an. Im Idealfall hast du sie verinnerlicht, nachdem du es dir mal bewusst gemacht hast. Dann wählst du nach Situation aus, was gerade passt und gut tut.
Welchen Zweck erfüllt deine Liste für dich und wie ist sie für dich nützlich?
Ich denke diese Frage könnte ein Schlüssel sein, damit die Liste nicht zum Stressfaktor wird, sondern zu dem was sie für dich bedeutet. Einer persönlichen Liste von persönlichem Wert und Bedeutung.
Welche Arten von Listen hast du und wie geht es dir gerade mit diesen?
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ist mir zu simpel.




@blog Ich hab eine brain dump Liste.
Da kommt alles drauf, damit es aus meinem Kopf raus ist.